Die Geschichte des Glücksspiels

Casinos: Die Geschichte des Glücksspiels in Kurzform

Das Spielen ist eine sehr eigenartige Seite des menschlichen Daseins, dass ihre eigenen Gesetze hat, und die nicht in den Rahmen der traditionellen Logik passt. Hier regiert Seine Majestät „Chance“ und alles ist relativ: Der Schwache kann den Starken besiegen, der Listige kann sich lächerlich machen, der Arme kann reich werden und umgekehrt.

Das Spielen eröffnet der Persönlichkeit völlig neue Möglichkeiten sich zu entfalten, die im normalen Leben oft nicht zur Geltung kommen, denn jeder, bis auf wenige Ausnahmen, möchte schnell und ohne Anstrengung reich werden. Das Spiel gibt jedem Menschen Hoffnung, aber Glück ist das Schicksal der Auserwählten.

Die Ursprünge des Spiels.
Das Glücksspiel begleitet die Menschheit seit ihren ersten Schritten. Ein kleines Körnchen „Glück“ war schon immer von Nöten, angefangen bei der Jagd der primitiven Urmenschen, bis hin zu wichtigen Finanzgeschäften im 21. Jahrhundert. Elemente des Spielens sind auch schon in vielen Wettbewerben und Freizeitbeschäftigungen die unsere Vorfahren geschaffen haben, enthalten. Es zeigte sich bereits in Wettbewerben um Stärke und Geschicklichkeit, aus denen dann später die berühmten Turniere entstanden sind. Alsbald erschienen auch die ersten Glücksspiele, die auf dem Element das Zufalls aufgebaut waren, und dem Versuch das eigene Schicksal zu überlisten.

Die Historiker glauben dass das allererste Spiel darus bestand, dass verschiedene Steine, Muscheln oder Tierknochen geworfen wurden – diese Objekte gelten als die Prototypen der Würfel. Dokumentarische Nachweise der ersten Spiele werden im British Museum aufbewahrt. Das beweisen Würfel die ein unbekannter ägyptischer Handwerker aus den Stoßzähnen eines Elefanten (16. Jahrhundert v. Chr.) hergestellt hat, und eine Tafel die der Königin Hatschepsut (1600 v. Chr.) gehörte, auf der sich Muster befinden, die dem heutigen Spiel Dame ähneln.

Historische Beweise belegen, dass alle alten Zivilisationen mit Würfel spielten. Die Spielsteine in der Antike wurden meist aus Astragalus, einem Knochen im Sprunggelenk von Tieren (griechisch Astragalos) gefertigt, Das Wort „Astragalus“ bezog sich auch auf Tetraeder Ziegel mit Vertiefungen, die bereits den modernen Würfel ähnelten, und mit etwas abgerundeten Ecken, bei denen die gegenüberliegenden Facetten, wenn sie addiert werden, immer sieben betragen.

Früher spielten die Leute Ungerade und Gerade, dabei warfen sie die Würfel in einen Kreis oder versuchten bestimmte Ziele, wie Öffnungen oder Vertiefungen zu treffen. Würfel wurden zu dieser Zeit auch häufig zum Wahrsagen verwendet. Interessant ist auch, dass die Spieler die Würfel mit fast ehrfurchtsvoller Angst behandelten, als wären sie lebendige Wesen. Die Spieler sprachen mit ihnen, flüsterten ihnen Zauber ein und versuchten sie so zum Sieg zu überreden.

Als die ersten Würfel entstanden waren, entwickelten sie sich sofort zu einem der waghalsigsten Glücksspiele. Die Spieler wetteten auf alles, Geld, Wertsachen, Häuser und sogar die Freiheit (bei den alten Germanen wurden Spieler die beim Würfeln verloren hatten zu Sklaven). Gleichzeitig gab es aber schon die ersten verschiedenen gesetzlichen Verbote für dieses scheinbar harmlose Spiel. Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. gab es das erste in der Geschichte bekannte Gesetz gegen Glücksspiele. Es hieß Lex aleatoria, da „alea“ Würfel bedeutet, könnte man es als das „Würfelgesetz“ bezeichnen. Einer der Wohl bekanntesten Aussprüche, die Julius Cäsar zugesagt werden, ist ja bekanntlich “ Alea iacta est„, was übersetzt soviel bedeuten würde wie „Die Würfel sind gefallen.

Im antiken Griechenland gab es die Legende das die olympischen Götter die „Machtbereiche“ durch Losentscheid teilten, Zeus bekam den Olymp, Poseidon erhielt den Ozean und Hades bekam die Unterwelt. Formell untersagten die Gesetze im alten Rom alle Glücksspiele, aber es gab keine wirkliche Bestrafung für Verstöße gegen das Verbot. Die einzige „Strafe“ für die Spieler, war das Recht des besiegten Spielers alles zurückzufordern was er verloren hatte, wenn er der Meinung war dass er zu Unrecht besiegt worden war. Offiziell waren Spiele nur einmal im Jahr, während der Saturnalia (jährliche Feierlichkeiten zu Ehren des Gottes Saturn) erlaubt.

Im Laufe der Jahre hat die Bedeutung des Spielens zugenommen. Es erschienen neue Dinge, wie zum Beispiel die Karten. Einige Forscher glauben, dass die ersten Spielkarten in China erschienen sind. Im chinesischen Wörterbuch, Ching-tsze-tung von 1678, wird erwähnt, dass die ersten Karten im Jahr 1120 hergestellt wurden (gemäß der christlichen Chronologie), und im Jahr 1132 waren sie bereits weit verbreitet. Zu dieser Zeit sahen die Karten wie lange und schmale Schilder mit Nummern von 1 bis 14 aus. Die vier Farben symbolisierten die vier Jahreszeiten, und die Anzahl der Karten (52) entsprach der Anzahl der Wochen im Jahr.

Der Prototyp des modernen Kartenspiels sind die Tarot-Karten. Der erste urkundliche Erwähnung den wir kennen, bezieht sich auf das Jahr 1254, als Saint Louis aus Angst vor der Bestrafung mit einer Peitsche, ein Edikt erließ, welches das Kartenspiel in Frankreich verbot.

Andere Forscher nennen Ägypten die Heimat der Karten. Das Tarot-Deck wurde zum Wahrsagen verwendet. Es hatte 78 Blatt – Arkanas (22 Große und 56 Kleine). Die Bilder auf den großen Arkanas (Trumpfkarten) entsprechen goldenen Tischen, die im Kerker des Gottes „Tote“ in Ägypten aufbewahrt werden. Ihre Namen sind wie folgt: O– Der Narr, I– Der Magier, II– Die Hohepriesterin, III– Die Herrscherin, IV– Der Herrscher, V– Der Hierophant, VI– Die Liebenden, VII– Der Wagen, VIII– Die Gerechtigkeit, IX– Der Eremit, X– Das Rad des Schicksals, XI– Die Kraft, XII– Der Gehängte, XIII– Der Tod, XIV– Die Mäßigkeit, XV– Der Teufel, XVI– Der Turm, XVII– Der Stern, XVIII– Der Mond, XIX– Die Sonne, XX– Das Gericht, XXI– Die Welt

Es wird angenommen das die Karten zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert während der Kreuzzüge in den Nahen Osten nach Europa gelangten. Andere behaupten, dass die meisten Kartenspiele in Frankreich geboren wurden, dem Heimatland der europäischen Karten. Das erste werkseitig hergestellte Deck mit Tarotkarten enthielt 56 Karten mit vier Farben ( Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen ). Außerdem gab es 22 Trumpfkarten mit Nummern von 1 bis 21. Jede Karte hatte einen eigenen Namen: der Kaiser, die Kaiserin, die Nonne, der Beschwörer, der Narr usw. Somit enthielt das Deck 97 Karten. Allmählich wurde es durch neue Karten ersetzt, die den modernen Karten ähnlicher waren.

Es ist überraschend das sich die Symbole auf den Karten und die Karten selbst, seit dem 15. Jahrhundert nicht geändert haben. Im Mittelalter waren Kartenspiele bei allen Bevölkerungsschichten sehr beliebt, vom Königshof bis zum einfachen Bauern. Übrigens waren Karten zu dieser Zeit nicht nur ein Abbild der Gesellschaft, sondern auch ein Symbol der Gesellschaftsstruktur: Herzen verkörperten die Priester, Karo bedeuteten die Bourgeoisie, Pik stellten Offiziere und Aristokratie dar, und Kreuz bezog sich auf die Bauern.

The Good old Times

Moderne Kartenspiele wie Poker und Black Jack entstanden in den USA, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Da sich zu dieser Zeit unzählige neue Kartenspiele und verschiedene Varianten der einzelnen Spiele entwickelten, ist es schwierig sie alle zu nennen, aber es lohnt sich wenigsten einige zu kennen. Es gibt Kartenspiele für Erwachsene und Kinder, Spiele für Logik und Witz, und es gibt Spiele die einfach existieren um sich die Zeit zu vertreiben. Genauso ist es mit dem Glücksspiel, je reifer der Einzelne ist, desto komplexer sind die Spiele die er spielt. Mance Menschen, nachdem sie finanziell unabhängig geworden sind, legen gleich mit dem Glücksspiel los: Sie machen Sportwetten, spielen im Lotto, setzen manchmal, im wahrsten Sinne des Wortes, alles auf eine Karte, und finden sich so schließlich im eigentlichen Tempel der Spieler wieder, dem Casino. Hier unterwirft sich jeder Einzelne vollkommen dem Spiel, das seine Gefühle und Emotionen komplett betäubt, und ihn alles außer dem grünen Stoff und dem Rouletterad vergessen lässt. Der Wunsch nach diesen Gefühlen lockt die Menschen immer wieder an, sobald sie einmal in einem Casino waren.

Skeptiker hingegen sagen: „Wenn Sie mit spielen im Casino Geld machen wollen, kaufen Sie eines davon“.

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